Politik

VBS rechnet für die Aufrüstung mit bis zu 700 zusätzlichen Stellen

Fachkräfte arbeiten in einer Schweizer Militäranlage an Drohnen- und Luftabwehrtechnik

Der Ausbau der Schweizer Armee dürfte auch beim Personal deutliche Folgen haben. Nach einer ersten Schätzung von Armee und Armasuisse werden zwischen 2028 und 2035 zusätzlich rund 660 bis 700 Vollzeitstellen benötigt. Gefragt sind vor allem Fachleute für den Betrieb, die Wartung und die Bewirtschaftung neuer Systeme.

Zu den geplanten Investitionen gehören Drohnen, Luftverteidigung und Cyberabwehr. Heute beschäftigen Armee und Armasuisse zusammen bereits mehr als 10’000 Personen. Wie viele der zusätzlichen Stellen tatsächlich geschaffen werden, ist noch offen.

Verteidigungsminister Martin Pfister möchte einen möglichst grossen Teil des Mehrbedarfs durch interne Einsparungen auffangen. In den betroffenen Bereichen stösst dieser Ansatz jedoch auf Skepsis: Beschaffung, Betrieb und Unterhalt der neuen Ausrüstung verursachten dauerhaft zusätzliche Arbeit.

Damit entsteht ein Zielkonflikt. Neue Stellen belasten dasselbe Budget, aus dem auch Rüstungsgüter finanziert werden sollen. Die politische Debatte über Prioritäten und Finanzierung dürfte deshalb weitergehen.

Quelle

SRF News, abgerufen am 8. Oktober 2026.